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Geld ist gedruckte Freiheit

Geld ist gedruckte Freiheit?
Zugegebenermaßen, ein etwas reißerischer Titel – aber auch die Antwort auf die Frage, weshalb man sich mit seinen Finanzen beschäftigen sollte.
Dies soll keine Art „kapitalistisches Manifest“ werden, aber der Freiheitsgrad einer Person bemisst sich nun mal nicht selten am finanziellen Spielraum.

Dabei muss kein Reichtum vorhanden sein.
Es geht vielmehr darum, die finanziellen Möglichkeiten ins Verhältnis zu den eigenen Anforderungen zu stellen, und aus den eigenen Rahmenbedingungen das beste zu machen.
Ein Mensch mit wenig Geld und geringen (materiellen) Ansprüchen, ist freier als ein Besserverdiener dessen Einkommen nicht ausreicht seine Wünsche zu erfüllen. Letzterer benötigt nicht selten einen Hauskredit, einen teurer Leasingwagen und den beinahe schon obligatorisch gewordene Camper.

Das Kartenhaus

Je tiefer Du Dich in solch ein Netz aus finanziellen Verpflichtungen verstrickst, desto unfreier wirst du in Deinen Entscheidungen. Gefällt Dir etwa Dein Job nicht mehr, du bist aber auf die Einnahmen angewiesen? Daraus kann sich eine sehr belastende Situation entwickeln. Du möchtest etwas verändern, hast jedoch gleichzeitig Angst davor, weil alles so knapp kalkuliert ist das schon kleinere Unregelmäßigkeiten das Kartenhaus zum Einsturz bringen können.

Nur wenige können von sich behaupten, unabhängig von den Einnahmen ihrer beruflichen Tätigkeit zu sein. Je größer allerdings die eigenen Reserven und je geringer die Zahlungsverpflichtungen gegenüber anderen sind, desto größer wird Deine Freiheit.

Der Weg in die Freiheit

Aus diesem Grund besteht der Weg hin zu einem (finanziell) sorgenfreien Leben aus mehreren Schritten:

  1. Musst du dir bewusst werden, was du tatsächlich benötigst um glücklich zu sein.
    Finanzielle Entscheidungen müssen gut durchdacht und den eigenen Bedürfnissen gegenüber gestellt werden. Die Frage sollte nicht sein „kann ich mir das leisten?“ sondern „will ich mir das leisten?“.
    Angefangen vom Hausbau – den viele Bauherren zu optimistisch kalkulieren*- bis hin zum teuren Leasingauto. Keine Entscheidung sollte leichtfertig getroffen werden, oder „weil es ja jeder so macht“.
    Dies ist ein laufender Prozess, der Dich über viele Jahre begleiten wird, also kein Punkt den man einfach abhaken könnte.
  2. Verschaffe Dir einen Überblick über Deine Zahlungsströme
    Nur wenn du deine Ein- und Ausgaben detailliert im Blick hast, kannst du aus den Dir zur Verfügung stehenden mitteln das beste machen – hier gehe ich darauf genauer ein.
  3. Bilde Reserven
    Eine Liquiditätsreserve ist nötig um kleinere und größere Unannehmlichkeiten überbrücken zu können. Damit bist du in der Lage dein Leben unabhängiger von anderen zu gestalten, und bist freier in Deinen Entscheidungen. Wenn du selbst für kleinere Engpässe (kaputte Waschmaschine) einen Dispo- oder Ratenkredit in Anspruch nehmen musst, bist du abhängig vom wohl und wehe dritter – in diesem Fall der Kreditgebenden Bank. Mit dieser Liquiditätsreserve solltest du mindestens drei bis sechs Monate überbrücken können. Ließ meinen Artikel „Finanzielle Sicherheit erreichen“ wenn du mehr wissen willst.
  4. Investiere Deine Überschüsse
    Wenn du Dein Finanzpolster aufgebaut hast, wirst du Dir die Frage stellen, was du mit deinen zusätzlichen Überschüssen anfangen kannst. Dies hängt von Deiner persönlichen Risikotoleranz ab, und kann nicht pauschal beantwortet werden.
    Es kann jedoch Sinn machen, einen Teil davon z.B. über ETFs an der Börse zu Investieren. Wenn du Dich damit beschäftigen möchtest, kann ich dir das Buch* vom Finanzwesir empfehlen. Weitere Literaturempfehlungen findest du hier.
    Einen ausführlichen Artikel den ich dazu verfasst habe hier.

Geld ist ein Werkzeug, nicht mehr -aber auch nicht weniger. Wenn du es schaffst Überschüsse zu generieren und sinnvoll einzusetzen kannst du Dir damit viele Freiheiten schaffen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Christian
von Finanzenfuerjeden.de

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