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Ein Überblick über Einnahmen und Ausgaben

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass du dir einen genauen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben verschaffst. Selbst wenn am Ende des Monats noch Geld übrig ist (und nicht anders herum) solltest du wissen, aus welchen Quellen Geld zugeflossen ist, und wohin es versickert.

Weshalb ist das notwendig frägst du? Wenn du „gut rum kommst“ passt doch alles?

Ganz so einfach ist es leider nicht. Wenn du keine konkrete Vorstellung darüber hast, wohin dein Geld fließt, wird jede weitere Entscheidung eine Bauchentscheidung sein – und wir Menschen sind sehr gut darin uns selbst übers Ohr zu hauen 🙂

Kennst du vielleicht (ehemalige) Raucher, die nach dem Aufhören das Gefühl haben, auch nicht mehr Geld als vorher zu haben?
„Das Geld fließt halt so mit rein“ ist hier eine Aussage, die ich mehr als einmal gehört habe und die verdeutlicht, wie schlecht der Überblick ist, den wir über unsere Finanzen haben.

Die wenigsten Menschen kennen tatsächlich ihre Einnahmen und Ausgaben im Detail:

Bestenfalls können sie grob abschätzen wieviel Geld sie z.B. für Lebensmittel, Kleidung oder auch für Restaurantbesuche ausgeben. Aber wie sieht es mit kleineren Ausgaben aus? Vielleicht holst du Dir auf dem Weg zur Arbeit gerne noch einen Coffee-to-go?
Kannst du natürlich machen, jedoch solltest du wissen, dass auch kleine Ausgaben – wenn sie regelmäßig anstehen – einen relevanten Einfluss auf deine finanzielle Situation haben können.

Nichts gegen den morgentlichen Cappuccino von Starbucks für 5€ – solange du dir bewusst bist, dass dieser, mal 220 Arbeitstage angenommen, jährlich mit 1.100 € zu Buche schlägt.

Anderes Beispiel:

Vielleicht gehst du gerne shoppen?
Nicht weil du etwas dringend benötigst, sondern weil es einfach Spaß macht sich auch mal was zu gönnen? Auch wenn die Kleiderschränke bereits aus allen Nähten platzen, erzeugt das neue Teil doch ein gutes Gefühl.
Sind ja nur 25€ – wenn man dies nun aber jede Woche macht, sind das plötzlich 1.300 € im Jahr.

Du entscheidest dich bewusst dafür und genießt den kleinen Luxus? Gar kein Problem!
Ich habe jedoch auch die Erfahrung gemacht, dass viele doch ins Grübeln kommen, wenn sie sehen, welche Kosten ihr „kleines Hobby“ aufs Jahr gerechnet verursacht. Gemeinsam mit dem Cappuccino sind wir nun bei 2.400 € pro Jahr – damit lässt sich schon so einiges anfangen.

Eines ist mir wichtig:

Ich möchte nicht den Verzicht predigen, sondern Bewusstsein schaffen.
Geld auszugeben für Dinge, die einen glücklich machen, ist kein Vergehen.
Wenn du aber Geld aus reiner Gewohnheit ausgibst, oder weil du gar nicht auf dem Schirm hast, was du stattdessen alles mit dem Geld anfangen könntest, lohnt es sich, das zu hinterfragen. Eventuell könntest du das Geld für etwas Besseres gebrauchen.
Dafür musst du nun aber zuerst deine Einnahmen und Ausgaben im Detail kennen.

Wie kannst du nun konkret vorgehen?

Nun, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Welche dir mehr zusagt musst du ausprobieren:

  • Du könntest z.B. ganz klassisch ein Haushaltsbuch* führen
  • Eine eine digitale Variante davon wäre eine Exceltabelle
    • Damit kann man schon einiges machen und diese auch immer weiter ausbauen
    • Eine schöne Vorlage findest du unter excel-vorlagen.net
  • Es gibt es auch tolle Apps fürs Handy, wie z.B. Finanzguru (Sponsor link: Hier Finanzguru eröffnen!*), die deine Kontenbewegungen automatisch abgleichen und für dich kategorisieren
  • Wenn du wirklich tief einsteigen willst, so handhabe ich das seit vielen Jahren, schau dir doch mal meinen Artikel „Ausgabenanalyse 2.0“ an – dort stelle ich dir eine Software zur Finanzverwaltung am PC vor

Wie auch immer du vorgehst – erfasse für mindestens 3 Monate möglichst exakt deine Einnahmen und deine Ausgaben. Kürzere Zeiträume verzerren Dein Bild. Vernachlässige bitte auch nicht scheinbar kleine Summen. Ohne vernünftige Daten wirst du Dir in den folgenden Schritten schwer tun. Du wirst feststellen: es lohnt sich.

Ein Tipp: Ich persönlich bevorzuge es, möglichst jede Zahlung elektronisch abzuwickeln. Dann muss ich keine Kassenzettel sammeln, sondern habe alle Ausgaben sauber auf dem Kontoauszug. Mit Hilfe der oben genannten Programme wird es so noch einfacher einen detaillierten Überblick zu erhalten.

Wenn du einen detaillierten Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben hast, kannst du deine aktuelle finanzielle Situation auf Basis der 5 Stufen zu finanziellen Unabhängigkeit einstufen, und von dort aus weiter machen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Christian
von Finanzenfuerjeden.de

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