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Ausgabenanalyse 2.0

In meinem Beitrag zu Deinen Einnahmen und Ausgaben habe ich Dir verschiedene Möglichkeiten vorgestellt Deine Zahlungsströme zu tracken und zu kategorisieren.
Ein klein wenig detaillierter möchte ich auf die Variante eingehen die ich persönlich bevorzuge und seit vielen Jahren nutze:

Nehmen wir an, du möchtest ermitteln welche monatlichen Kosten Dein Auto im Durchschnitt verursacht. Du möchtest vielleicht einen Vergleich zu einem Firmenwagen ziehen, oder du überlegst einen vergleichbaren Zweitwagen anzuschaffen. In dieser Situation könnte es sein, das Du ohne technische Unterstützung vor einem Problem stehst.
Schließlich benötigst du eine komplette Aufstellung aller Kosten welche über einen längeren Zeitraum angefallen sind, und musst diese dann auf die Anzahl Monate verteilen. Wenn du nun beginnen musst in alten Kontoauszügen zu suchen, dürfe das ein längerfristiges unterfangen werden…

Finanzapps können helfen, jedoch finde ich diese ebenfalls nicht ausreichend, wenn ich langjährige Vergleiche ziehen möchte. Sei es nun, weil man ein Smartphone öfter wechselt, und ich mir nicht sicher bin was dann mit meinen gesammelten Daten geschieht, oder auch weil mir die individuellen Einstellungsmöglichkeiten fehlen.

Meine Lösung zur tracken von Einnahmen und Ausgaben:

Ich bevorzuge eine Software auf meinem Heimischen PC / Laptop. Hier weiß ich sicher, das ich auch in 10 Jahren noch auf meine Daten zugreifen kann. Damit kann ich auch die Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben über einen längeren Zeitraum betrachten.
Ich empfehle daher jedem der bereit ist etwas tiefer einzusteigen, sich eine Software zur Finanzverwaltung anzuschaffen. Der Preis ist überschaubar, der Nutzen offensichtlich.
Wir nutzen dafür nun bereits seit vielen Jahren den Finanzmanager von Lexware* (früher „Quicken“)

Dieser bietet, einmal eingerichtet, die Möglichkeit alle Kontenumsätze einzuholen und sie automatisch definierten Kategorien zuzuordnen. Die macht zu Beginn ein wenig Arbeit ,bis die wichtigsten Buchungen einer Kategorie zugeordnet sind, dann hast du aber jederzeit einen tatsächlichen Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben. Auch Wertpapierbestände, sofern das für Dich ein Thema ist, kannst du dort verwalten.

Sehe wir uns das mal an einem konkreten Beispiel an:

Stellen wir uns vor, du hast einen Gebrauchtwagen (die Marke lassen wir mal außen vor) für 17.000€ gekauft.
Du zahlst 5000,- an, tilgst mit 250,- monatlich, und hast noch eine Schlußrate von weiteren 5000€.
Nehmen wir weiterhin an, du tankst monatlich für 100,-, zahlst jährlich 350,- Versicherung und weitere 500,- für Wartung und Reparatur.
Hier nun manuell deine tatsächlichen durchschnittlichen Kosten zu ermitteln, idealerweise für unterschiedliche Zeitfenster, ist zwar möglich (sofern du alles sauber notiert hast) aber enorm aufwändig.

In unserem aktuellen Beispiel wären alle Buchungen mit Bezug zum Auto, also die Anzahlung, unsere monatlichen Raten, unsere Schlußrate sowie alle weitere Kosten (Tankstelle/Versicherung/Werkstattrechnungen etc.) der Kategorie „Auto“ zugeordnet worden. Auf Wunsch auch sortiert nach Unterkategorien wie „Tankstelle“ oder „Reparatur und Wartung“.

Mit der richtigen Software kostet es Dich jetzt nur wenige Klickt um zu ermitteln, das Dir in einem 5-Jahreszeitraum durch Dein Auto Gesamtkosten von 27.250€ (Rechnung siehe unten) und damit monatlich von 454,- entstanden sind. Damit hättest du schonmal einen guten Vergleichswert. Genauer wäre es noch, die ursprünglichen Anschaffungskosten um den Zeitwert zu korrigieren.

Auf Basis dieser Zahlen ist es nicht nun wesentlich einfacher eine qualifizierte Entscheidung zu treffen, die Hemmschwelle überhaupt so detailliert die korrekten Werte zu ermitteln sinkt deutlich.

Dies ist nicht nur für das Autobeispiel interessant, sondern auch für einen allgemeinen Überblick. In einer solchen Software erkennst du auf einen Blick

  • Kontostände
  • Monatliche Kosten nach frei definierbaren Kategorien z.B. Fixkosten / Kleidung / Gesundheit / Auto / Kinder / etc.
  • Entwicklung der Kosten im Zeitverlauf
  • durchschnittliche Kosten einer Kategorie pro Monat (+Vergleich zum aktuellen Monat)

Das selbe gilt natürlich auch für alle Einnahmen. Auch dort kannst du kategorisieren den die Entwicklung im Zeitverlauf betrachten

Meine Empfehlung lautet daher :

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Christian
von Finanzenfuerjeden.de

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